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Kitas werden als Anlagelösung für die Immobilienbranche zusehends attraktiv

Immobilien gelten gerade in Krisenzeiten zusehends als sichere und nachhaltige Geldanlage. Sie unterliegen deutlich weniger Schwankungen als klassische Finanzprodukte. Darüber hinaus zeigt der Immobilienmarkt, dass das Interesse sowohl an Eigentumswohnungen als auch an Häusern auf einem hohen Niveau verweilt. Nicht immer gestaltet sich die Suche nach passenden Anlageobjekten allerdings leicht, denn damit eine Immobilienanlage auch in Zukunft punkten kann, muss sie diverse Anforderungen erfüllen.

Eine Anlageform, die gerade in der Immobilienbranche in diesen Tagen auf wachsendes Interesse stößt, sind Kitas. In den kommenden Jahren wird der Bedarf an Kita-Plätzen weiter steigen. Schon jetzt fehlen in vielen Regionen der Bundesrepublik zahlreiche Plätze. Schätzungen zufolge wird der Bedarf bis 2030 auf Bundesebene zusätzlich auf über 400.000 Plätze für Kinder bis zum Alter von sechs Jahren steigen. Allein bei den unter Dreijährigen wird mit einem starken Zuwachs gerechnet. So wird hier von einem Plus von insgesamt 279.000 Plätzen ausgegangen. Diese Zahlen gehen aus einer jüngst von Wüest Partner Deutschland veröffentlichten Prognose hervor.

Um diesem Bedarf gerecht zu werden, sind Investitionen erforderlich. Doch nicht nur die nötigen Investitionen, sondern auch die ESG-Kriterien lassen die Kitas zunehmend zu attraktiven Investitionsobjekten avancieren.

Anteil der betreuten Krippenkinder eher gering

In Deutschland war zumindest 2019 der Anteil der Krippenkinder, die in Tageseinrichtungen betreut werden, im Vergleich zu anderen Altersgruppen gering. So wurden gerade einmal fast 34 Prozent der Jungen und Mädchen, die jünger als drei Jahre sind, in der Tagespflege von Erziehern betreut. Nach dem Krippenalter steigt der Anteil der Kinder, die ein solches Betreuungsangebot in Anspruch nehmen, aber deutlich an. So haben immerhin 93 Prozent der Kinder zwischen 3 und 6 Jahren eine Kindertagesstätte besucht.

Trotz der großen Lücke, die zwischen den Krippenkindern und den Kindergartenkindern herrscht, sind sich Experten einig: Auch im Krippenalter wird der Betreuungsbedarf deutlich zunehmen. Überraschend ist dabei auch weiterhin das deutliche Gefälle, das zwischen West- und Ostdeutschland besteht.

Anteil der Krippenkinder in neuen Bundesländern höher

Während in Westdeutschland gerade einmal rund 30 Prozent der Krippenkinder einen Betreuungsplatz in der Krippe in Anspruch nehmen, sind es in Ostdeutschland immerhin 52 Prozent und damit mehr als die Hälfte. Eine Studie der Unicef kam zuletzt zu dem Ergebnis, dass Deutschland auch weiterhin nur im Mittelfeld liegt, wenn es um die aktuellen Betreuungszahlen in der Kindertagespflege geht. Gerade das Nachbarland Dänemark hat hier mit 70 Prozent deutlich mehr aufzuweisen. Doch auch in Norwegen sowie Schweden und den Niederlanden nehmen die Familien die Betreuungsangebote für Kinder deutlich intensiver in Anspruch.

Immobilieninvestoren entdecken Kitas für sich

Die Prognosen zum wachsenden Bedarf in den kommenden zehn Jahren sowie Nachhaltigkeitsaspekte sorgen dafür, dass gerade institutionelle Investoren in Deutschland mehr und mehr die Kitas für sich entdecken. Dabei profitieren die Kitas als Auswahl bei Investitionen insbesondere von den ESG-Kriterien, die aktuell von rund 70 Prozent der Investoren bei der Auswahl von Fonds bedacht werden. Das Interesse ist so groß, dass der Anbieter Warburg-HIH Invest mittlerweile sogar ein Fonds aufgelegt hat. Im Fokus dieses Fonds stehen nach Angaben des Anbieters umweltfreundliche Kitaobjekte. Gleichzeitig wird bei der Auswahl der Projekte darauf geachtet, dass der Fokus der Initiatoren gleichermaßen sowohl auf der Erziehung als auch auf der Bildung von Kindern liegt.

Warburg-HIH Invest ist kein Einzelfall

Neben Warburg-HIH Invest haben auch andere Anbieter das wachsende Investoren-Interesse an Kindertagesstätten erkannt. So stehen entsprechende Investitionen schon seit Anfang dieses Jahres auf dem Programm von CR Investment Management. Um Investitionen in diesem Segment besser zu unterstützen, hat CR gemeinsam mit dem Unternehmen KinderHut die CR Bildungsräume GmbH ins Leben gerufen. KinderHut ist ein in Nordrhein-Westfalen ansässiges Unternehmen, das sich auf den Bau sowie den Betrieb von Kindertagesstätten spezialisiert hat.

Durch die neu gegründete Joint Venture sollen bundesweit neue Kindertagesstätten ins Leben gerufen werden. Die Betreuungseinrichtungen werden von KinderHut entwickelt und für den Betrieb durch den Träger entwickelt. Nach den aktuellen Plänen sollen auf diesem Weg pro Jahr maximal vier neue Standorte auf Bundesebene geschaffen werden.

Mit Blick auf das neue Joint Venture erklärte CR zuletzt, dass sich das Unternehmen seit jeher auf die Entwicklung von urbanen Lebensräumen konzentriert. Dabei spiele natürlich auch der Sektor Bildung eine wichtige Rolle und in diesem Bereich leisten die Kitas einen unabdingbaren Beitrag. Um die Kitas in der Entwicklung besser zu unterstützen, wurde die Joint Venture ins Leben gerufen. CR sei nach eigenen Angaben davon überzeugt, dass es mit dem neuen Projekt gelingen wird, wichtige Investoren für die Projekte zu finden. Die letzten Jahre haben dabei gezeigt, dass sich immer mehr Investoren bewusst mit dem Thema Social Impact auseinandersetzen und nach Projekten suchen, die den damit verbundenen Themen gerecht werden.

Text: Diginauten GmbH / ERA Deutschland GmbH
Bild: stock.adobe.com / Krakenimages.com