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Hoffnung schwindet: Corona-Schnäppchen bleiben auf dem Immobilienmarkt aus

Mit Ausbruch der Corona-Krise stieg auf dem Immobilienmarkt die Hoffnung auf Schnäppchen. Doch die letzten Monate haben gezeigt: Chancen auf Schnäppchen gibt es kaum mehr. So ist sich der Großteil der Deutschen mittlerweile sicher, dass die Pandemie auf dem Immobilienmarkt keine sinkenden Preise nach sich ziehen wird. Doch unberührt blieb der Markt von der Pandemie nicht. Tatsächlich hat die Corona-Krise zum einen die Art der Immobiliensuche verändert, hat zum anderen aber auch zu einem Umdenken bei den Kriterien beigetragen. Zu diesem Ergebnis kam eine Yougov-Studie, die im Auftrag des in Berlin ansässigen Maklerunternehmens Homeday durchgeführt wurde.

Sinkende Preise gelten als unwahrscheinlich

Im Fokus der Studie stand die Frage, wie sich die Einstellung, die Bundesbürger zu Immobilien haben, infolge der Corona-Krise verändert. Schon früh weckte die Pandemie vorrangig die Hoffnung auf sinkende Immobilienpreise. Doch der Markt hat der Krise getrotzt. Nach einem kurzfristig zurückhaltendem Nachfrageverhalten brachte die Corona-Krise keine nennenswerten Einbrüche, sodass sich auch die Hoffnung auf sinkende Preise zerschlagen hat.

Während im Mai rechnerisch noch jeder zweite Bundesbürger davon ausging, dass die Preise infolge der Corona-Krise fallen werden, hält jetzt nicht einmal mehr jeder Dritte daran fest. So kommt die jüngste Umfrage zu dem Ergebnis, dass etwa 27 Prozent der Deutschen in Corona keinen Einflussfaktor mehr für die Preisgestaltung auf dem Markt der Wohnimmobilien sehen.

Sogar über ein Drittel der Bundesbürger rechnet damit, dass die Preise für Wohnimmobilien im bundesweiten Mittel in den kommenden Monaten weiter steigen werden.

Keine negativen Einflüsse auf deutsche Wohnimmobilien

Tatsächlich hat die Corona-Krise keine nennenswerten Einbrüche auf dem Immobilienmarkt nach sich gezogen. Insbesondere die Wohnimmobilien haben der Krise auf Bundesebene trotzen können. Die Nachfrage nach Wohnimmobilien ist sowohl auf dem Land als auch in den Städten groß. Geändert haben sich aber die Suchkriterien, auf die Bundesbürger beim Immobilienkauf wert legen.

Das räumten immerhin vier von zehn Umfrageteilnehmern ein. So gewinnt beispielsweise die Größe der Immobilien immer größere Bedeutung. Insgesamt 35 Prozent der Befragten gaben bei der Umfrage an, dass sie nach einem größeren Objekt zum Wohnen Ausschau halten. Damit stieg der Anteil um insgesamt 15 Prozent. Im Vergleich dazu lag der Wert im Mai bei gerade einmal 20 Prozent.

Corona lässt Wunsch nach ausreichend Platz beim Wohnen wachsen

Die Erfahrungen des ersten Lockdowns haben also vor allem dazu geführt, dass sich viele Bundesbürger deutlich mehr Platz wünschen. Haben sich Immobilieninteressenten in der Vergangenheit vor allem für einen niedrigen oder auch günstigen Preis interessiert, ist dieses Kriterium für die meisten potenziellen Käufer nicht mehr relevant. Zuletzt haben auch Wohnimmobilien im ländlichen Raum von den neuen Nachfragekriterien profitieren können. Immer mehr Interessenten suchen demnach Objekte mit eigenem Garten und einer gewissen Distanz zum Nachbarn.

Immobilienkauf ohne Vor-Ort-Termin wird immer reizvoller

Die Corona-Krise hat noch eine weitere weitreichende Veränderung auf dem Immobilienmarkt nach sich gezogen. War der Immobilienkauf lange eine Investition, die immer an Vor-Ort-Termine gebunden war, sorgte die Pandemie in erster Linie für einen erheblichen Digitalisierungsschub. Zwar setzt noch immer jeder zweite Interessent beim endgültigen Kauf auf einen Vor-Ort-Termin. Der Anteil derer, die eine Immobilie auch gänzlich ohne einen persönlichen Termin kaufen würden, legt deutlich zu. Er liegt mittlerweile schon bei 44 Prozent.

Immobilienexperten sind sich weitgehend einig, dass sich an dem Digitalisierungsschub nichts ändern wird. So wird sich wohl auch in Zukunft ein Großteil der Immobiliengeschäfte auf die digitale Abwicklung besinnen. Für den Immobilienmarkt bringt die Digitalisierung vor allem neue Chancen mit sich. So können diese auf dem Markt für deutlich mehr Effizienz, aber natürlich auch für mehr Wettbewerb sorgen. Weiterhin könnte der Digitalisierungsschub die Leistung deutlich steigern. Für die Akteure auf dem Markt geht der Digitalisierungsschub mit vollkommen neuen Herausforderungen einher. So könnten vor allem die Anbieter profitieren, die ohnehin digital bereits sehr gut aufgestellt sind.

Text: Diginauten GmbH / ERA Deutschland GmbH
Bild: stock.adobe.com / lucid_dream