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Der richtige Preis: Stimmt der Wert der Immobilie?

Die Entscheidung für den Kauf einer Immobilie sollte grundlegend gut überlegt sein und sich nach verschiedenen Faktoren richten. Für viele Verbraucher ist der Immobilienkauf eine der größten Investitionen, die sie im Laufe ihres Lebens tätigen. Gerade deswegen ist die Preisfrage ein besonders sensibles Thema, das von Unsicherheit begleitet wird. Bei der Frage, wie viel eine Immobilie tatsächlich kosten darf, zeigen sich aber nicht nur Käufer unsicher, sondern auch Verkäufer. Ist eine Immobilie zu teuer, wird sie schnell zum Ladenhüter. Steht das Objekt dann über längere Zeit leer, verschlechtern sich die Verkaufschancen erheblich. Entscheidend ist, dass Marktwert und Preis des Objektes in Einklang sind.

Verschiedene Faktoren beeinflussen den Preis

Der Immobilienpreis wird von zahlreichen Faktoren geprägt. Entscheidend sind neben dem Objekttyp beispielsweise Ausstattung und Lage. Auch die Energiebilanz, die eine Immobilie aufzuweisen hat, kann für höhere oder niedrigere Preise verantwortlich sein. Weiterhin spielt die Nachfrage in der jeweiligen Region eine Rolle. Gerade im städtischen Raum ist die Nachfrage nach Wohnungen und Häusern oft deutlich höher als auf dem Land. Das hat wiederum Einfluss auf den Preis, der dadurch höher ist als bei vergleichbaren Objekten auf dem Land.

Dadurch unterliegt der Immobilienpreis Schwankungen, die sich gerade bei Objekten deutlich zeigen, die bereits längere Zeit auf dem Markt angeboten werden. Diese können sowohl zu Preissteigerungen als auch zu deutlichen Preissenkungen beitragen.

Erste Schritte für interessierte Käufer

Verbraucher, die bereits eine Immobilie gefunden haben, die sie interessiert, sollten den angebotenen Preis vorher genau prüfen und vom allgemeinen Marktwert abhängig machen. Um beurteilen zu können, ob ein Immobilienpreis gerechtfertigt ist, gilt es, den Markt zu beobachten. Dank der Online-Immobilienvermarktung ist das heute deutlich einfacher möglich als noch vor wenigen Jahren. Ein Blick auf den Immobilienmarkt und die damit verbundenen Preisentwicklungen sollte nicht nur kurzfristig vor dem möglichen Kauf erfolgen, sondern einen längeren Zeitraum von wenigstens sechs Monaten umfassen.

Umso länger der Markt im Voraus beobachtet wird, desto besser können auch kurzfristige Schwankungen interpretiert und ausgenutzt werden. Grundsätzlich gilt es aber, sich nicht nur auf die Onlineangebote zu verlassen, sondern ebenso Immobilienanzeigen auf anderen Ebenen einzubeziehen. Hierzu gehören Immobilienaushänge bei Banken und Maklerbüros. Auch Anzeigen in Zeitungen sollten genutzt werden, um die Marktlage zu beurteilen.

Nicht den Preis im Einzel vergleichen

Bei der Marktbeobachtung gilt es, klar zu differenzieren und die Kriterien zu ermitteln, die bei der Preisfindung eine Rolle gespielt haben. Eines der zentralen Merkmale ist hier prinzipiell die Lage. Gleich mehrere Kriterien sind ausschlaggebend dafür, ob eine Immobilie in attraktiver Lage angesiedelt ist. Die Lage wird von der Nähe zur Stadt, der Infrastruktur in der unmittelbaren Umgebung und ebenso von Ruhezonen geprägt. Auch Aspekte wie die Entfernung zu Schule und Kindergarten spielen hier eine entscheidende Rolle.

Eine gute Grundlage, um die Lage im Allgemeinen zu beurteilen, sind die Bodenrichtwertkarten. Diese werden von den Gemeinden für alle Orts- und Stadtteile angelegt und zeigen, wie unterschiedlich die Bodenrichtwerte einzelner Bezirke ausfallen. In der Regel sind diese Karten kurzfristig einsehbar. Die Gemeinden verlangen hierfür eine kleine Gebühr.

Das Grundstück als Preisfaktor

Bei vielen Käufern gerät bei der Beurteilung des Preises das Grundstück als entscheidender Faktor schnell in Vergessenheit. Dabei kann auch dieses den Immobilienpreis sowohl positiv als auch negativ beeinflussen. Um sich wirklich sicher zu sein, ob eine Immobilie den verlangten Preis auch wirklich wert ist, gilt es, das Grundstück genau zu betrachten. Handelt es sich um eine Hanglage? Wie ist das Grundstück angelegt? Gibt es einen hohen Grundwasserspiegel? All das sind Fragen, die hier eine wichtige Rolle spielen. Grundstücke, die einen Grundwasserspiegel haben, können sich langfristig als problematisch erweisen und für die Bausubstanz eines Hauses gefährlich werden.

Neben dem Grundstück spielt natürlich das Gebäude selbst eine Rolle. Hier beschränkt sich die Bewertung bei Weitem nicht nur auf den Ist-Zustand, sondern bezieht die Entwicklungsmöglichkeiten ein. Wie kann das Gebäude also langfristig verändert werden? Käufer sind hier gut beraten, wenn sie sich vorab umfassend bei den zuständigen Behörden informieren und sich nicht unbedingt auf das Wort der Verkäufer verlassen. Die lokalen Baubehörden können Auskunft darüber geben, unter welchen Voraussetzungen beispielsweise eine Modernisierung oder Aufstockung möglich ist.

Interessant sind diese Faktoren natürlich vor allem bei Häusern. Bei Eigentumswohnungen müssen andere Kriterien bedacht werden. Viele Käufer machen hier den Fehler, dass ausschließlich die Eigentumswohnung betrachtet wird. Entscheidend für den Wert der Immobilie ist hier aber immer die gesamte Anlage. Befindet sich also die Wohnanlage in gutem Zustand? Gibt es zentrale Angebote für alle Bewohner wie beispielsweise eine Sauna oder ein Schwimmbad.

Gutachter können letzte Zweifel aus dem Weg räumen

Oft braucht es aber einen externen Experten, der Auskunft darüber gibt, ob der Preis einer Immobilie wirklich gerechtfertigt ist. Die Rede ist hier von einem Gutachter. Spätestens wenn nicht alle Zweifel aus dem Weg geräumt wurden, ist ein Gutachter der richtige Ansprechpartner. Beim zweiten Besichtigungstermin ist die Begleitung durch einen Baugutachter ratsam. Er beurteilt objektiv Allgemeinzustand, Bausubstanz und Ausstattung der Immobilie. Weiterhin besitzt er das nötige Know-how, um den Immobilienpreis unter Berücksichtigung der aktuellen Marktlage zu beurteilen. Besteht Sanierungsbedarf, kann er die damit verbundenen Kosten beziffern und somit die Kaufentscheidung vereinfachen.

Entscheidung gut überdenken

Der Immobilienkauf ist eine Entscheidung, die Verbraucher über Jahre hinweg begleitet. Daher ist es wichtig, diese gut zu überdenken. Bei jedem Immobilienpreis gibt es Verhandlungspotenzial, das es gilt zu nutzen. Hier sollten Käufer auch die Nebenkosten der Immobilie im Blick behalten, denn diese sind für den Gesamtpreis ebenso relevant.

Text: Diginauten GmbH / ERA Deutschland GmbH
Bild: stock.adobe.com / zephyr_p