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Trotz oder wegen Pandemie: Markt für Wohnimmobilien auf Hochtouren

Der Markt für Wohnimmobilien in Deutschland zeigt sich weiter dynamisch. Die drei auffallendsten Trends bei Eigentumswohnungen und Häusern: Erstens steigt die Nachfrage weiter. Zweitens können Eigentümer sich über kontinuierliche Wertzuwächse freuen. Sie liegen auf ähnlichem Niveau wie in den vergangenen Jahren. Drittens rücken auch Kleinstädte ins Visier. Dort haben die Preise jetzt wieder das Niveau des Jahres 2000 erreicht und sogar überschritten. Das sind die zentralen Ergebnisse des aktuellen IVD-Wohn-Preisspiegels 2021/2022. Sie basieren auf den Daten aus 400 Städten aus dem ersten Halbjahr 2021.

Top-7-Städte mit stärkstem Wertzuwachs

Wohneigentümer profitieren 2021 weiter von Wertzuwächsen. So ist eine Bestands-Eigentumswohnung mit mittlerem Wohnwert derzeit rund 9 Prozent mehr wert als im Vorjahr (2020: 7,5 Prozent). Der durchschnittliche Kaufpreis beträgt rund 2.550 Euro je Quadratmeter. In den Top-7-Städten fiel der Wertzuwachs mit 10 Prozent (2020: 8,8 Prozent) am stärksten aus. Die Preisdynamik bewegt sich damit auf dem Niveau der starken Jahre 2017, 2018 und 2019. Berlin bleibt bei Eigentumswohnungen mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 3.200 Euro (Bestand, mittlerer Wohnwert) die günstigste der Top-7-Städte. Mit Abstand am teuersten ist weiterhin München mit 6.800 Euro pro Quadratmeter.

Im Segment der Einfamilienhäuser hat der durchschnittliche Wertzuwachs leicht an Dynamik verloren. Im Bestand (mittlerer Wohnwert) beträgt er 7,6 Prozent (2020: 8,5 Prozent). In den Top-7-Städten liegt der Wertzuwachs eines Einfamilienhauses mit mittlerem Wohnwert im Schnitt bei ebenfalls 7,6 Prozent (2020: 10,3 Prozent). Im bundesweiten Durchschnitt kostet ein Einfamilienhaus jetzt rund 450.000 Euro.

Auch Kleinstädte im Trend

In Kleinstädten bis 20.000 Einwohner zahlen Käufer von Wohnimmobilien aktuell zwischen 6 und 9 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Preise für Eigentumswohnungen mit mittlerem Wohnwert liegen dabei erstmals über dem Niveau des Jahres 2000. Eine Eigentumswohnung in der Kleinstadt kostet derzeit durchschnittlich rund 1.330 Euro pro Quadratmeter, ein Einfamilienhaus im Bestand mit mittlerem Wohnwert rund 217.000 Euro. Wer jetzt verkaufen möchte, hat den richtigen Zeitpunkt gewählt.

Nachfrage wird hoch bleiben, steigende Preise

Insgesamt ist in den vergangenen acht Monaten die Nachfrage nach Wohneigentum vor allem im Speckgürtel der Großstädte und in Kleinstädten noch einmal deutlich gestiegen. Dieser Trend wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach fortsetzen. Damit einher gehen weiter steigende Preise.

Eine aktuelle Gewos-Studie unterstützt die Aussagen des IVD. Nach ihr wird der Immobilien-Gesamtumsatz 2021 um 6,3 Prozent auf 311,1 Milliarden Euro steigen. Im bisherigen Rekordjahr 2020 hatte der Umsatz knapp 293 Milliarden Euro betragen. Treiber dabei seien vor allem Wohnimmobilien, deren Umsatz-Volumen im laufenden Jahr voraussichtlich um 7,5 Prozent auf 237,7 Milliarden Euro wächst, verglichen mit 2020.

Pandemie stärkt Trend ins Umland

Die aktuellen Analysen zeigen anschaulich, dass die Pandemie den Wunsch nach den eigenen vier Wänden erheblich bestärkt hat. Damit einher geht die erhöhte Bereitschaft von Käufern, über die Stadtgrenze hinaus ins Umland und auch in entferntere Regionen zu ziehen. Das heißt, das Marktgeschehen verlagert sich zunehmend aus den knappen Märkten in den Großstädten in die Speckgürtel und ländlichen Räume. Besonders gefragt sind Ein- und Zweifamilienhäuser, für die Gewos im vergangenen Jahr ein Allzeithoch von 259.300 Kauffällen registrierte. Eine weitere aktuelle Studie registriert zudem eine erhöhte Nachfrage auch nach innerdeutschen Ferienimmobilien.

Text: ERA Deutschland GmbH