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Preise für Wohnimmobilien steigen weiter

Mehrere Institute und Immobilienunternehmen haben in den ersten Monaten dieses Jahres ihre Analysen zur weiteren Entwicklung am deutschen Wohnungsmarkt veröffentlicht. Sie sind sich alle einig: Die Preise im Bereich Wohnimmobilien werden weiter steigen. Auch die Partner und Makler bei ERA können diese Aussage aus ihrer Beobachtung bestätigen.

Wertzuwächse auch in den nächsten zehn Jahren

Die Metropolregionen bleiben weiterhin beliebt, auch wenn im Rahmen der Corona-Pandemie das Umland weit jenseits der Metropolen ebenfalls weiter in den Fokus rückt. Der Postbank Wohnatlas 2021 stellt fest, dass in mehr als der Hälfte der 401 deutschen Landkreise und kreisfreien Städte Eigentümer von Häusern und Wohnungen bis mindestens 2030 mit Wertzuwächsen rechnen können. Bei den Top-Sieben-Städten werden München, Düsseldorf, Berlin und Frankfurt am Main die prozentual größten Steigerungen erleben, pro Jahr im Durchschnitt real zwischen ein und zwei Prozent.

Größere Steigerungsraten als in den Metropolen selbst soll es zukünftig in vielen bayerischen Landkreisen im weiteren Umland von München geben, ebenso in Potsdam im Umland von Berlin. Aber auch in mittleren und großen Städten weit jenseits der Metropolen wird ein Wertzuwachs für Wohnimmobilien prognostiziert, beispielsweise in Landshut, Baden-Baden, Dresden, Leipzig, Mainz, Ingolstadt, Cloppenburg oder Freiburg im Breisgau. In strukturschwachen Regionen und Mikrolagen im Osten Deutschlands oder auch im Ruhgebiet kann es dagegen auch zu Preisnachlässen kommen, je nach Lage und Ausstattung der Immobilie in unterschiedlichem Maße.

Mittelstädte im Visier

Das Immobilienportal Immowelt hat die Angebotspreise für Wohnimmobilien mit einer Größe von 40 bis 120 Quadratmetern zwischen 2015 und 2020 in 83 Mittelstädten (bis 100.000 Einwohner) verglichen und fand den Trend der letzten Jahre ebenfalls bestätigt: An allen untersuchten Standorten waren die Kaufpreise gestiegen, an 60 davon sogar um mehr als 50 Prozent. Um rund 100 Prozent teurer war der Kauf 2020 in Bayreuth, Flensburg oder Schwerin. In Bayreuth wurden Eigentumswohnungen im Schnitt für 3.750 Euro angeboten, 2015 waren es noch 1.800 Euro. Aber auch in Wilhelmshaven oder Zwickau, Städte mit im Vergleich niedrigem Preisniveau, stiegen die geforderten Kaufsummen für Wohnimmobilien stark, um je 96 Prozent. In Zwickau wurden 2020 im Schnitt 980 Euro pro Quadratmeter für eine Eigentumswohnung verlangt, in Wilhelmshaven 1.550 Euro. Generell finden sich am oberen Ende der Preisskala bei Mittelstädten in Deutschland eher Orte im Süden wie Konstanz, Rosenheim oder Tübingen.

Ungebrochene Dynamik

Auch die frischen Marktdaten des Immobilienfinanzierungsberaters Hüttig & Rompf belegen eine ungebrochene Dynamik bei den Kaufpreisen. Im ersten Quartal 2021 betrug nach der Analyse des Hauses der durchschnittliche Kaufpreis für Eigennutzer 543.700 Euro, ein Anstieg um rund 12 Prozent zum ersten Quartal des Vorjahres. Dabei ist eine stetige Verringerung des prozentualen Eigenkapitalanteils zu beobachten, der im vorangegangenen Quartal lediglich bei 19,5 Prozent lag. Absolut gesehen stieg zwar die Summe des eingebrachten Eigenkapitals um 7,5 Prozent, dies wurde jedoch durch die höheren Kaufpreise deutlich überkompensiert.

Markt trotz Corona krisenfest

Der Markt für Wohnimmobilien bleibt also krisenresistent. Die Nachfrage ging bisher während der Pandemie nicht zurück. Sie ist im Gegensatz weiter gestiegen. Die anhaltend niedrigen Zinsen sind ein Grund. Aber auch die Wirtschafts- und Einkommensentwicklung scheint trotz Corona weiterhin stabil zu sein. Dafür sorgen wohl zum Teil die diversen Ausgleichszahlungen des Bundes. Bisher scheinen sie im Großen und Ganzen die finanziellen Auswirkungen der Pandemie recht wirkungsvoll abzupuffern. Es bleibt allerdings abzuwarten, wie die langfristigen Effekte aussehen.

Text: ERA Deutschland GmbH