Kosten für Schneeräumen kann steuerlich abgesetzt werden, da haushaltsnah

28-11-2016


Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass das Schneeräumen auf dem öffentlichen Gehweg an der Grenze des Anwesens durchaus als haushaltsnah anzusehen ist. 
Ein Hausbesitzer hatte ein Unternehmen beauftragt, den Winterdienst zu übernehmen für ein Stück des öffentlichen Gehsteigs, für das er verkehrssicherungspflichtig war. Die hierbei entstandenen Kosten von circa 150,- Euro hatte er in seiner Steuererklärung als haushaltsnahe Dienstleistung geltend gemacht. Das Finanzamt verweigerte mit dem Hinweis darauf, dass der konkrete Bezug zum Wohnumfeld fehle.
Das sieht der BFH anders: Wer also den Schnee auf dem öffentlichen dem Grundstück angrenzenden Gehweg von Fremden räumen lässt, kann den Aufwand dafür als haushaltsnahe Dienstleistung bis zu einer gewissen Grenze absetzen. Es muss eine hinreichende Nähe zur Haushaltsführung aufweisen bzw. damit im Zusammenhang stehen und dem sei im Fall so, so das Urteil (Az. VI R 55/12).
Foto: Fotolia copyright Kathrin39

 


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